Atmosphäre

Zentrales, atmosphärisches Element des „Club Babylon: Schwarz“ ist die Idee eines Abends des klassischen Gothic-Punk, zwischen kaltem Neonlicht und schwarzem Samt, der wie ein Leichentuch all die Zerrissenheit und den Verfall dieser Zeit überdeckt.

Die Welt steht am Abgrund und es gibt rasiermesserscharfe Kontraste in der sterblichen und der vampirischen Gesellschaft. „Club Babylon: Schwarz“ ist wie ein dunkler Zerrspiegel, in dem der Verfall beider Welten auf die Spitze getrieben wird. Weder Make-Up noch Trauerflor können die schwelenden Konflikte wirklich überdecken – ein flüchtiger Blick reicht um zu erkennen, dass eine Ära zu Ende geht. 

Wie auf einer riesigen, dekadenten Beerdigung zelebrieren hier die verschiedensten Strömungen und Subkulturen den Untergang. Im Nachtleben der Achtziger wird Underground zum Mainstream. Die Konturen verwischen, die Nächte sind wild und düster, voller dunkler Versuchungen und aus den Boxen schallt es laut „It’s not better to be safe than sorry…“. Alle stürzen sich kopfüber in die Finsternis, um sich mit Musik, Drogen und Blut zu betäuben und jeder will noch so viele Erfahrungen wie möglich mitnehmen, bevor der letzte Vorhang fällt.