Event

In „Club Babylon: Gold“ geht es um die wilden Ausschweifungen und die befreite Zügellosigkeit der 1920er Jahre. Fokussiert in einem Abend im goldenen Glanz, der wie Feenstaub all die Verkommenheit und Dekadenz der vampirischen und sterblichen Gesellschaft überdeckt, lenkt die Feier auch von den Vorboten des kommenden Weltenbrandes ab. Wer will sich denn mit Leid und Armut beschäftigen, wenn der Reiz von Blut, Drogen, Champagner und Lust so viel verlockender ist?

Verliert also keine Zeit und taucht ein in die schillernde Scheinwelt der Gelüste. Eine Einladung ist für Menschen
wie Vampire eine hohe Ehre.

Willkommen, bienvenue, welcome, Eure Gastgeberin
Madame Aurelie erwartet Euch!

„Club Babylon: Gold“ ist die erste Großproduktion der Nachtvolk-Orga und bildet den Auftakt zu einer aus drei eigenständigen Larps bestehenden Reihe. Alle drei Veranstaltungen spielen vor dem gleichen Hintergrund. Sie sind in sich abgeschlossen und haben als verbindendes Element den Club und seine Gastgeberin, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder legendäre und einzigartige Parties zelebriert. Entsprechend spielen die Events zu unterschiedlichen Zeiten und mit völlig anderen Themen und Stilen.

Dennoch können bestimmte von Euch gespielte Gäste wieder auftauchen, teilweise verändert oder … gewandelt?

Setting

„Club Babylon“ spielt vor dem Hintergrund des Rollenspiels Vampire: The Masquerade von White Wolf, basierend auf der fünften Edition. Unsere Interpretation der Spielwelt bricht die Komplexität der Welt auf ihre wesentlichen Elemente herunter. Der Hintergrund des Tischrollenspiels ist für uns nur in dem Maße interessant, in dem er in unserem Designdokument vorkommt. Alles andere ist hier nicht spielrelevant.

Damit wollen wir insbesondere Neueinsteigerinnen und Neueinsteigern eine aktive Teilnahme ermöglichen und die Einstiegshürde für alle senken, die mit den Details der Hintergrundwelt nicht vertraut sind.

„Club Babylon“ ist in ein besonderer Club, der nicht nur als Ort zu verstehen ist, sondern gleichzeitig auch einen Mikrokosmos der vampirischen und sterblichen Gesellschaft dieser Zeit darstellt. Der Club ist ein ganz eigenes Universum mit eigenen Konventionen, über das die Gastgeberin wie eine Königin der Nacht herrscht. Status und Ansehen der Außenwelt sind weniger bedeutsam und alle Gäste buhlen letztendlich um die Gunst von Madame Aurelie.

Atmosphäre

Zentrales, atmosphärisches Element des „Club Babylon“ ist die Idee eines Abends in Prunk und Glanz, der wie eine Schicht feinen Puderzuckers all die Verkommenheit und Dekadenz der vampirischen Gesellschaft überdeckt.

In „Club Babylon: Gold“ strahlen die Lichter so hell, ist der Glamour so leuchtend, dass er den Verfall noch deutlich überdecken kann – man muss schon genauer hinschauen um zu erkennen, wie viel davon nur bloße Fassade ist. Hier wird ein riesiges, rauschendes Fest gefeiert. Neu gewonnene Freiheit wird zelebriert, befreit von den Fesseln einer dunklen, engen Zeit davor.

Das Nachtleben der Zwanziger lässt sich generell als obszön, freizügig und musikalisch beschreiben, und das ist auch genau die Atmosphäre, die wir erreichen wollen.

In der glitzernden Nachtclub-Welt aus Eleganz und Schick hat jeder seine ganz eigenen, dunklen Abgründe – die es auszuloten gilt.

Es ist uns wichtig, die Kernelemente dessen, was Vampire ausmacht, zu betonen – ein erzählerisches Spiel um persönlichen Horror.

Spielstil

„Club Babylon“ ist ein Spiel im kollaborativen Stil. Spielerinnen und Spieler (nicht jedoch ihre Charaktere!) spielen miteinander und gemeinsam erschaffen wir eine Geschichte, geformt aus den Handlungen aller Teilnehmer und den Schicksalen ihrer Charaktere. Wir geben Euch keinen Plot im klassischen Sinne vor, da der Handlungsfaden sich aus den Aktionen der Spielerinnen und Spieler, den Eigenheiten und verfolgten Zielen der Charaktere und ihren Beziehungen zueinander entwickeln soll.

Außerdem legen wir größten Wert auf eine möglichst umfassende Immersion, ein „das was du siehst, ist genau das was im Spiel ist.“

Das bedeutet auch, dass wir die Spielmechaniken auf ein Minimum reduziert haben und diese so ins Spiel integriert sind, dass sie den Spielfluss nicht stören oder die „Illusion“ der Spielrealität unterbrechen.

Zu unserer Vorstellung eines „vampirischen Settings“ gehört auch, dass im Spiel Themen wie Sexualität, Gewalt und/oder Drogen vorkommen können – eben das, was man allgemein unter „erwachsenen“ Themen versteht.