Event

In “Club Babylon: Schwarz” geht es um die dekadenten Exzesse und dunklen Begierden der 1980er Jahre. Die Welt tänzelt auf einem seidenen Faden über dem Abgrund, eingehüllt in kalte Eleganz und neoromantische Schwärmerei.

Fokussiert in einem Abend in schwarzem Samt, der wie ein Leichentuch all die Melancholie, die Zerrissenheit und den Verfall der vampirischen und sterblichen Gesellschaft überdeckt, bietet diese Feier die perfekte Bühne für fulminante Auftritte, ausgefallene Frisuren und gewagte Outfits.

Wer will sich also schon mit dem unausweichlichen Ende allen Seins beschäftigen, wenn er sich stattdessen völlig dem Reiz von Musik, Drogen, Blut und Lust hingeben kann?

Verliert also keine Zeit und taucht ein in die dunkle Welt voller verzerrter Spiegelbilder und schattenhafter Illusionen. Eine Einladung ist für Menschen wie Vampire eine hohe Ehre.

Wesen der Schatten, Eure Gastgeberin
Madame Aurelie erwartet Euch!

Das „Club Babylon: Schwarz“ ist die zweite Großproduktion der Nachtvolk-Orga und bildet den zweiten Teil einer aus drei eigenständigen Larps bestehenden Reihe.

Alle drei Veranstaltungen spielen vor dem gleichen Hintergrund. Sie sind in sich abgeschlossen und haben als verbindendes Element den Club und seine Gastgeberin, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder legendäre und einzigartige Partys zelebriert. Entsprechend spielen die Events zu unterschiedlichen Zeiten und mit völlig anderen Themen und Stilen.

Dennoch können bestimmte von Euch gespielte Gäste wieder
auftauchen, teilweise verändert oder … gewandelt?

Setting

Das „Club Babylon: Schwarz“ spielt vor dem Hintergrund des Rollenspiels Vampire: The Masquerade von White Wolf, basierend auf der fünften Edition. Unsere Interpretation der Spielwelt bricht die Komplexität der Welt auf ihre wesentlichen Elemente herunter. Der Hintergrund des Tischrollenspiels ist für uns nur in dem Maße interessant, in dem er in unserem Designdokument vorkommt. Alles andere ist hier nicht spielrelevant.

Damit wollen wir insbesondere Neueinsteigerinnen und Neueinsteigern eine aktive Teilnahme ermöglichen und die Einstiegshürde für alle senken, die mit den Details der Hintergrundwelt nicht vertraut sind.

„Club Babylon“ ist in ein besonderer Club, der nicht nur als Ort zu verstehen ist, sondern gleichzeitig auch einen Mikrokosmos der vampirischen und sterblichen Gesellschaft dieser Zeit darstellt. Der Club ist ein ganz eigenes Universum, mit eigenen Konventionen, über das die Gastgeberin wie eine dunkle Königin der Nacht herrscht.

Status und Ansehen der Außenwelt sind weniger bedeutsam und alle Gäste buhlen letztendlich um die Gunst von Madame Aurelie.

Atmosphäre

Zentrales, atmosphärisches Element des „Club Babylon: Schwarz“ ist die Idee eines Abends des klassischen Gothic-Punk, zwischen kaltem Neonlicht und schwarzem Samt, der wie ein Leichentuch all die Zerrissenheit und den Verfall dieser Zeit überdeckt.

Die Welt steht am Abgrund und es gibt rasiermesserscharfe Kontraste in der sterblichen und der vampirischen Gesellschaft. „Club Babylon: Schwarz“ ist wie ein dunkler Zerrspiegel, in dem der Verfall beider Welten auf die Spitze getrieben wird. Weder Make-Up noch Trauerflor können die schwelenden Konflikte wirklich überdecken – ein flüchtiger Blick reicht um zu erkennen, dass eine Ära zu Ende geht. 

Wie auf einer riesigen, dekadenten Beerdigung zelebrieren hier die verschiedensten Strömungen und Subkulturen den Untergang. Im Nachtleben der Achtziger wird Underground zum Mainstream. Die Konturen verwischen, die Nächte sind wild und düster, voller dunkler Versuchungen und aus den Boxen schallt es laut „It’s not better to be safe than sorry…“. Alle stürzen sich kopfüber in die Finsternis, um sich mit Musik, Drogen und Blut zu betäuben und jeder will noch so viele Erfahrungen wie möglich mitnehmen, bevor der letzte Vorhang fällt.

Spielstil

Das „Club Babylon: Schwarz“ ist ein Spiel im kollaborativen Stil. Spielerinnen und Spieler (nicht jedoch ihre Charaktere!) spielen miteinander und gemeinsam erschaffen wir eine Geschichte, geformt aus den Handlungen aller Teilnehmer und den Schicksalen ihrer Charaktere. Wir geben Euch keinen Plot im klassischen Sinne vor, da der Handlungsfaden sich aus den Aktionen der Spielerinnen und Spieler, den Eigenheiten und verfolgten Zielen der Charaktere und ihren Beziehungen zueinander entwickeln soll.

Außerdem legen wir größten Wert auf eine möglichst umfassende Immersion, ein „das was du siehst, ist genau das was im Spiel ist.“ Das bedeutet auch, dass wir die Spielmechaniken auf ein Minimum reduziert haben und diese so ins Spiel integriert sind, dass sie den Spielfluss nicht stören oder die „Illusion“ der Spielrealität unterbrechen.

Zu unserer Vorstellung eines „vampirischen Settings“ gehört auch, dass im Spiel Themen wie Sexualität, Gewalt und/oder Drogen vorkommen können – eben das, was man allgemein unter „erwachsenen“ Themen versteht. Es ist uns wichtig, die Kernelemente dessen, was Vampire ausmacht, zu betonen – ein erzählerisches Spiel um persönlichen Horror.